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🏠 Das Traumhaus · 30 Jahre Break-Bop. Eine wachsende Chronologie der Sessions, Aufnahmen und Begegnungen — von den ersten Kassetten 1998 bis heute. Original & Restauration nebeneinander, mit „→ Deck" in den Player.
Chronologie · Sessions & Aufnahmen

Traumhaus

Hier entstand Break-Bop — ein eigener Stil, abgeleitet vom Be-Bop, verwandt mit dem Dub im Reggae: gekennzeichnet durch Auslassungen, Wiederaufgreifen, Be- und Entschleunigung, Effekte und ein direktes, aneinander entwickeltes Zusammenspiel. Die Themen der Standards liefen in den Spielenden weiter und bildeten die Grundlage, um die herum frei gespielt, aufgegriffen, unterbrochen und gegenseitig gekickt wurde. Reine Freude.

Break-Bop · seit ~1998 Köln · Ehrenfeld · Progeraum Dreamhouse Lena Bloch
Was ist Break-Bop?

Im Be-Bop dient das Thema (der „Head") als Sprungbrett für Soli über die Akkordfolge. Break-Bop geht weiter: Das Thema wird nicht nur umspielt, sondern zerlegt, ausgelassen, verzögert und wieder eingefangen — wie ein Dub-Engineer einen Reggae-Track aushöhlt und neu zusammensetzt. Es gibt keine festen Solo-Grenzen; stattdessen ein durchgehendes, gegenseitiges Stützen und Unterbrechen. Sax (Lena) und Drums (Cees), dazu Piano/Rhodes oder One-String-Bass — die Melodie lief in allen weiter und konnte jederzeit von dem aufgegriffen werden, der den Standard kannte.

Zeitleiste

Februar 1998 · erste Kassetten

Sessions vom 9.–11. Februar 1998

Frühe Break-Bop-Aufnahmen aus dem Traumhaus · Sax, Drums, Piano · darunter Standards von Monk & Coltrane
„Misterioso" (Monk)
↑ restauriert (entrauscht, Höhen gerettet) · ↓ Original
1:04~129 BPM, ziehend28% PausenMonk-Standard
„Mr P.C." (Coltrane)
↑ restauriert (entrauscht, Höhen gerettet) · ↓ Original
6:09120→132 BPM, beschleunigend5,6s Lücke5,7 Ereignisse/s
„thing"
↑ restauriert (entrauscht, Höhen gerettet) · ↓ Original
3:35~126 BPM14% Pausen
„Jam together" (9. Feb 1998) — JefLeI
↑ restauriert (entrauscht, Höhen gerettet) · ↓ Original
7:33~112 BPM, atmend2,5s Lücken
„meanwhile" — zwei Skizzen (11.2.98)
↑ restauriert (entrauscht, Höhen gerettet) · ↓ Original
0:3930% Pausen — dub-artig ausgelassen
0:11kurze Idee
„Loop / Dub 2" — Cees · Lena · Je
Bei diesem stark basslastigen Dub-Stück bringt Restauration nichts — das Rauschen ist mit dem Klang verwoben. Das Original ist hier die beste Version. Eine reine Entrausch-Variante zum Vergleich:
3:33105↔156 BPM — klarer Dub-Movebasslastig
1999 · Ehrenfeld · Monk „Raise Four"

„Raise Four" (Monk) · Progeraum, Köln-Ehrenfeld

Lena Bloch (Sax) · Deniz Gencosman (Schlagzeug) · Cees (Rhodes-Piano, Gesang & spontan Sopransax)

„Raise Four" — Thelonious Monks Stück vom legendären Underground-Album (1968). Cees singt darüber, und während der Soli greift er spontan ein herumliegendes Sopransaxofon — erst das ein- oder zweite Mal überhaupt mit einem Sopran in der Hand — und spielt zwischen den Gesangsphrasen mit. Ein roher, mutiger Moment: Break-Bop heißt auch, im Augenblick zu greifen, was da ist.

Restauriert entrauscht

entrauschtHöhen gerettet+Störabstand

Original (Kassette)

4:27Tempo 115→157→120Rhodes-basslastig
… fortlaufend

Diese Chronologie wächst bald mehr

Weitere Aufnahmen, Fotos und Geschichten aus 30 Jahren Traumhaus folgen. Schick mir Material — ich analysiere, restauriere und reihe es hier ein.

Hörweise · was die Messung zeigt

Ich habe jede Aufnahme technisch ausgewertet. Die Tempo-Verläufe bestätigen die Be- und Entschleunigung (z.B. „Mr P.C." zieht von 120 auf 132 BPM an), die Pausen-Anteile die dub-artigen Auslassungen (bis 30%), die Ereignis-Dichte das dichte Wechselspiel. Hinweis: Tonart-Angaben sind bei verrauschten Aufnahmen Schätzungen; Tempo, Pausen und Dichte sind robust gemessen.

Aufnahmen © die Beteiligten · Restauration: ReAgi (Entrauschen/Entbrummen/Normalisieren) · Zurück zu Dreamhouse.

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