Thelonious Monk
Der Mann mit dem Hut und den dissonanten Intervallen. Monks Spiel ist voller Pausen, Cluster und schräger Akzente — und doch von strenger innerer Logik. Als Komponist schrieb er einige der meistgespielten Stücke des Jazz. Schwer zugänglich zu Lebzeiten, heute kanonisch.
Spiel & Stil
Monk spielte das Klavier wie ein Schlaginstrument: harte Anschläge, bewusste „falsche" Töne, ganze Cluster, dann plötzlich Stille. Was wie Ungeschick klang, war Kalkül — er hörte Intervalle, die andere mieden. Sein Timing, sein Sinn für Raum und Verzögerung machten ihn zur prägenden Figur des Bebop und weit darüber hinaus.
Kompositionen
Monks Werk gehört zum Kern des Jazz-Repertoires: 'Round Midnight (1943, einer der meistgespielten Jazz-Standards überhaupt), Blue Monk, Straight, No Chaser, Epistrophy, Ruby, My Dear, Well, You Needn't und Rhythm-a-ning. Für 'Round Midnight erhielt er 2006 posthum eine Pulitzer-Sondererwähnung.
Das klassische Quartett
In den 1960ern bildete Monk mit Charlie Rouse (Tenorsax), Larry Gales (Bass) und Ben Riley (Schlagzeug) eine seiner stabilsten Gruppen — dokumentiert auf den Europa-Tourneen 1966 (Norwegen, Dänemark, Polen). Rouse blieb über ein Jahrzehnt an Monks Seite.
Charlie Rouse, Monks langjähriger Saxofonist, spielte später bei Mal Waldrons legendären Village-Vanguard-Konzerten 1986. So sind Monk und Mal über denselben Musiker direkt verbunden — zwei eigensinnige Pianisten-Welten, ein Bindeglied.
Wesentliche Alben
- 1947Genius of Modern Music (Blue Note)
- 1956Brilliant Corners (Riverside)
- 1957Thelonious Monk with John Coltrane
- 1957Monk's Music
- 1959Alone in San Francisco
- 1962Monk's Dream (Columbia)
- 1964Solo Monk
Auswahl der Eckpfeiler aus einem riesigen Werk.
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Monk in Bild & Ton
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Quellen: Blue Note · Wikipedia · Pulitzer.org · AllMusic · Discogs. · Zurück zu Dreamhouse.