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Mal Waldron
🎹 Mal Waldron (1925–2002) · einer der prägendsten Pianisten des modernen Jazz — wie Thelonious Monk eine eigene Klangsprache. Diese Seite ist verlinkt mit allen, die mit Mal gespielt haben.
Portrait · Pianist · Komponist

Mal Waldron

Mal Waldron
Mal Waldron. Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

New Yorker Pianist mit unverwechselbar dunklem, repetitiv-hypnotischem Anschlag. Billie Holidays letzter fester Begleiter, Prestige-Hauspianist, Mingus-Mitstreiter, Weggefährte von Eric Dolphy — und ab den 1960ern ein in Europa verwurzelter Gigant, dessen Spiel sich aus wenigen Tönen ganze Architekturen baut.

1925 New York → 2002 Brüssel Piano · Komposition Bebop · Modal · Free

Spiel & Stil

Waldrons Markenzeichen ist die Wiederholung als Sog — kleine motivische Zellen, die er so lange dreht und verschiebt, bis aus Kargheit Trance wird. Nach einem Zusammenbruch Ende der 1960er musste er das Klavierspiel teils neu erlernen; das schärfte seinen reduzierten, fast meditativen Ansatz noch. Harmonisch dunkel, rhythmisch beharrlich, emotional unsentimental — verwandt mit Monks Eigensinn, aber eigenständig.

Begleitung & Weggefährten

Von April 1957 bis zu ihrem Tod im Juli 1959 war Waldron Billie Holidays fester Begleiter (u.a. Lady in Satin, 1958). Als Hauspianist von Prestige spielte er mit unzähligen Größen, war Teil von Charles Mingus' Workshop (Pithecanthropus Erectus, 1956) und enger Partner von Eric Dolphy und Booker Little (u.a. The Quest, Memorial Album).

Legendäre Live-Auftritte

Berühmt sind seine Village-Vanguard-Konzerte 1986 mit Charlie Rouse (Tenorsax, langjähriger Monk-Partner), Woody Shaw (Trompete), Reggie Workman (Bass) und Ed Blackwell (Schlagzeug) — dokumentiert auf Git Go und The Seagulls of Kristiansund (beide Soul Note). Ein Gipfeltreffen ohne Pose, getragen von Waldrons sturem, glühendem Puls.

Auch in seinen letzten Jahren blieb Waldron als Live-Musiker präsent. Überliefert ist u.a. ein Konzert in der Harmonie in Bonn im Jahr 2000. (Diese Angabe beruht auf persönlicher Erinnerung und ist mir aktuell nicht über öffentliche Quellen belegt; Besetzung daher noch offen — ich ergänze sie gern, sobald sie bekannt ist.) Aus derselben Spätphase gut dokumentiert: das Mal Waldron Trio 2000 mit Reggie Workman (Bass) und Andrew Cyrille (Schlagzeug).

Querverbindung · München 2001

Anfang 2001, rund ein Dreivierteljahr vor seinem Tod, spielte Mal Waldron im Atomic Café München im Umfeld von Embryo — bei diesem Anlass auch mit Steve Reid, dem zeitweiligen Drummer von Lena. Nach Lenas Erinnerung äußerte Mal danach, er würde mit Steve nie wieder spielen. (Anekdotische Überlieferung über Lena — bitte als persönliche Erinnerung verstehen, nicht als gesicherte Tatsache.)

Wesentliche Alben

Diskografie sehr umfangreich (100+ Alben als Leader). Auswahl der Eckpfeiler.

Aktuelle Wiederveröffentlichungen & Hörbares Live-AI

Auf Knopfdruck frische Infos generieren (Reissues, Streaming, Tribute) — gespeist über eine IntCr-AI-Funktion. Stand wird live geholt, nicht hartkodiert.

Sehen & Hören · Videos

Mal Waldron in Bild & Ton

Eingebettete Aufnahmen (YouTube). Mit „→ Deck" schickst Du ein Video ins Player-Deck — die Sammlung baut sich unten auf und lässt sich an den g--d-Player übergeben.

Live at the Village Vanguard (1983)

The Git-Go · All Alone · Fire Waltz — Waldron, Charlie Rouse, Woody Shaw, Reggie Workman, Ed Blackwell.
YouTube ↗

Left Alone (1959)

Mit Jackie McLean (Altsax) — die Hommage an Billie Holiday, Waldrons berühmteste Komposition.
YouTube ↗

Trio — Live in Den Haag (2000)

North Sea Jazz Festival · Waldron, Reggie Workman (b), Andrew Cyrille (d) — dieselbe Spätphase wie das überlieferte Bonn-Konzert.
YouTube ↗

Duo mit Steve Lacy (1982)

Chicago Jazz Festival · die legendäre, jahrzehntelange Duo-Partnerschaft mit dem Sopransaxofonisten Steve Lacy.
YouTube ↗

Quellen: Wikipedia · AllMusic · plosin.com/milesahead · Discogs · atomic.de. · Zurück zu Dreamhouse.

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