Steve Reid
Im Bronx geboren, in Queens aufgewachsen — als Teenager fasziniert vom Drumming Art Blakeys. Reid spielte im Lauf von fünf Jahrzehnten mit einem Who-is-Who der Musikgeschichte: Sun Ra, Fela Kuti, James Brown, Ornette Coleman, Miles Davis-Umfeld und später Kieran Hebden (Four Tet). Sein Spiel folgte der spirituellen Linie von Pharoah Sanders und Alice Coltrane — kosmische, treibende Grooves jenseits der Genre-Grenzen.
Weg & Stil
Reid begann als Sideman in der New Yorker Szene und ging Ende der 1960er nach Afrika, wo er u. a. mit Fela Kuti in Nigeria arbeitete und für die Aufnahme von „Sgt. Pepper"-Sessions in Memphis Spuren hinterließ. Zurück in den USA wurde er zu einer zentralen Figur des Spiritual Jazz — eigene Alben wie „Nova" (1976) und „Rhythmatism" gelten als Klassiker des Genres.
Ab den 2000ern erlebte Reid eine späte Renaissance durch die Zusammenarbeit mit dem britischen Elektronik-Musiker Kieran Hebden (Four Tet) — eine Reihe gefeierter Duo-Alben, die seinen Ruf bei einer jüngeren Generation neu begründeten. In Europa spielte er auch im Umfeld der Kölner Szene, u. a. mit Lena Bloch und Boris Netsvetaev.
Weggefährten
- Sun Ra
- Fela Kuti
- James Brown
- Ornette Coleman
- Kieran Hebden (Four Tet)
- Lena Bloch
- Boris Netsvetaev
Wesentliche Alben
- 1976Nova — Spiritual-Jazz-Klassiker, eigenes Quartett
- 1975Rhythmatism — Mustevic Sound, heute gesuchtes Sammlerstück
- 2006The Exchange Session (mit Kieran Hebden)
- 2007Tongues (mit Kieran Hebden)
- 2020Steve Reid Quartet — Live In Europe (mit Netsvetaev, Lachotta)
Verlinkt mit
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